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Unterwegs mit der Heidekönigin

Es war schon lange ein Wunsch von mir, zur Heideblüte in den Norden Deutschlands zu fahren. Ende August habe ich diesen Wunsch kurzentschlossen an einem Sonntag in die Tat umgesetzt und bin bei schönstem Spätsommerwetter nach Döhle gefahren, um von dort aus den rund 21 km langen Rundweg über den Wilseder Berg zu wandern. Mit dabei natürlich Phaja, die für mich an diesem Tag die unangefochtene Heidekönigin war. Um neun Uhr war der Parkplatz noch wie leergefegt. Rucksack, Kamera und Hundeleine und los ging es. War es auf den ersten Metern noch recht unspektakulär, zeigte sich nach kurzer Zeit die Schönheit der Heide in ihrer ganzen Pracht.

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Schon da war ich froh, die doch nicht ganz kurze Strecke bis hierhin gefahren zu sein. Da ich bereits recht früh unterwegs war, waren auch noch nicht viele andere Wanderer unterwegs. Auch die Pferdefuhrwerke, die später auf den Sandwegen unterwegs waren, waren zu der frühen Zeit noch nicht zu sehen.

Die beste Gelegenheit also, Phaja, die Heidekönigin für diesen Tag, inmitten der Heide zu fotografieren.

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Als echte Königin gab es unterwegs auch einen Thron für sie, von dem aus sie ihr heutiges Reich überblicken konnte.

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Allerdings blieb ihr Blick eher bei unserer Proviantbox hängen.

Da ich vorher gelesen habe, dass in diesem Teil der Heide bereits Wölfe gesichtet worden sind, hatte ich die (zugegebenermaßen sehr geringe) Hoffnung, vielleicht Spuren von ihnen zu sehen. Meine Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt.

Dafür bekam ich die Heideblüte in ihrer ganzen Schönheit zu sehen.

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Und auch Phaja hat mich natürlich als Heidemodel nicht enttäuscht. So war sie mein Heidewolf für diesen Sonntag.

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Ich war ganz froh, dass ich meine Karte dabei hatte. Trotzdem hat sie mich nicht davor bewahrt, zwei Mal verkehrt abzubiegen, so dass noch einige Extra-Kilometer dazukamen. Entweder ist der Wanderweg schlecht ausgeschildert oder mein Orientierungssinn ist einfach sehr schlecht. Oder Beides 🙂

Aber da das Wetter hervorragend war, war dies auch gar nicht schlimm, genug zu sehen gab es überall und langweilig wurde es auch nicht. In Richtung Wilseder Berg kamen wir an alten Schafställen und Bienenstöcken vorbei. Leider gab es aber noch keinen Heidehonig zu kaufen.

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Dieses Häuschen schien eine kleine Schutzhütte zu sein. Zum Glück brauchten wir sie nicht.

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Auch Phaja fand die Wanderung toll, die Pausen waren ihr fast ein bisschen lästig. Bei einer Rast trafen wir sehr nette Wanderer, die sogar ihre Vesper mit Phaja teilen wollten. Die Sonne stand schon hoch und wie man sieht, sind Hundeportraits bei schönstem Mittagssonnenschein nicht ganz so ideal. Da verschwinden auch die Augen der Heidekönigin im Dunkeln.

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Im Bereich des Wilseder Berges, bei dem wir um die Mittagszeit angekommen waren, waren viele Wanderer unterwegs, die das schöne Wetter genossen haben. So war der Aufenthalt auf dem Wilseder Berg auch nur kurz. Eine kleine Stärkung für Phaja und mich und weiter ging es wieder. Inzwischen hatte sich auch die Sonne ein bisschen hinter immer dicker werdenden Wolken verzogen.

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Auf dem Rückweg zum Parkplatz in Döhle kamen wir noch andiesem schönen Schafstall vorbei. Ein bisschen enttäusch war ich ja schon, dass keine Heidschnucken zu sehen waren.

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Kurz vorm Ziel wurde der Himmel dann immer finsterer. Und ich war froh, als ich um kurz nach 16.00 Uhr wieder beim Auto war. Ich gebe zu, die letzten 4 Kilometer zogen sich dann doch etwas und die Beine (meine jedenfalls) waren etwas müde.

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Eine wunderschöne, aber auch anstrengende Wanderung war zu Ende. Ich bin mit dem Gedanken nach Hause gefahren, nächstes Jahr zur Heideblüte wiederzukommen. Es war noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Ein bisschen Sorge hatte ich wegen Phaja, dass es für sie zu viel gewesen sein könnte. Sie ist zwar die ganze Strecke immer vorneweg marschiert, aber wegen ihrer Hüften machte ich mir doch etwas Gedanken. Aber am nächsten Tag lief sie wieder, als hätte die lange Tour nicht stattgefunden. Im Gegensatz zu mir 🙂

 

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